MEDIENKOMPETENZ

 

Stärkung der Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist eine wesentliche Voraussetzung für einen gelingenden Jugendmedienschutz.

Kinder und Jugendliche nutzen heutzutage vor allem digitale Medien zeitlich und räumlich nahezu unbegrenzt. Das Risiko mit gefährdenden Inhalten konfrontiert zu werden ist so weiter gestiegen.

Aus der Studie EU-Kids Online wissen wir, dass Kinder und Jugendliche umso besser gegen Risiken geschützt sind, je höher ihre Sozial- und Medienkompetenz ist. Je höher ihr Wissen zu wirksamen Abwehr- und Präventionsmechanismen ist, desto besser fühlen sie sich in der Lage, mit Online-Risiken umzugehen. Nicht unerheblich dabei ist die Rolle der Peer Group, der Eltern, der Schulen und der Jugendarbeit, aber auch der nationalen und internationalen Regulierung und Gesetzgebung.

Im Rahmen einer zunehmenden Vernetzung in der digitalen Welt kommt im Rahmen eines wirksamen Jugendmedienschutzes der Prävention und damit der Förderung von Medienkompetenz, eine immer größere Bedeutung zu. Pädagogische Projekte zur Förderung des Risikobewusstseins und der Medienkompetenz stellen deshalb einen wichtigen Schwerpunkt unserer Arbeit dar.

Deshalb ist es wichtig, dass

  • Kinder und Jugendliche früh lernen können, selbstbestimmt, kompetent, kreativ und sozial verantwortlich mit Medien umzugehen. Medienkompetenz ist das Schlüsselwort eines pädagogischen Jugendschutzes.
  • Erwachsene, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen, sich medialen Lebenswelten nicht verschließen, sondern unvoreingenommen, interessiert und neugierig bleiben und die subjektive Bedeutung von Medien für Heranwachsende akzeptieren.
  • Erwachsene sich mit Kindern und Jugendlichen über Medien(nutzung) auseinandersetzen und ihre Kompetenzen anerkennen (Generationendialog).
  • Politiker/-innen, Medienindustrie und Medienproduzent/-innen bei der Gestaltung der Medienlandschaft bzw. der Medienangebote immer wieder an ihre Verantwortung für Heranwachsende erinnert werden.
  • Entsprechende Gesetze Kinder und Jugendliche vor desorientierenden und möglicherweise schädigenden Einflüssen durch Medien sowie vor der Ausbeutung durch die Medienindustrie schützen.