Workshop der AKJS Brandenburg „Digitale Lebenswelten junger Menschen –Ansätze präventiver Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe“ am 19. Mai gemeinsam mit der AKJS Schleswig-Holstein und der LAG Jugendschutz Thüringen:

Digitale Medien sind zentraler Bestandteil der Lebenswelten von Heranwachsenden und deren Familien. Soziale und gesellschaftliche Teilhabe gehen einher mit der Nutzung digitaler Medien und deren kreativer Potenziale. Gleichzeitig werden neben diesen (neuen) Möglichkeiten auch Risiken deutlich, so werden im „Gefährdungsatlas – Digitales Aufwachsen. Vom Kind aus denken. Zukunftssicher handeln“ (Hrsg. BPjM 2019) insgesamt 35 Risikodimensionen benannt, die mit der Nutzung digitaler Medien in Verbindung gebracht werden können. Aufgabe des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes als Querschnittsaufgabe der Kinder- und Jugendhilfe ist es, Kinder und Jugendliche sowie deren erwachsenen Bezugspersonen zu befähigen, die medialen Möglichkeiten zu nutzen und den Risikobereichen angemessen zu begegnen. 

Angesichts der sich immer schneller entwickelnden und verändernden Nutzungsweisen digitaler Medien steht der erzieherische Kinder- und Jugendschutz vor der Herausforderung, Konzepte zu entwickeln, die immer wieder auf neue Phänomene angepasst werden können. Auch müssen in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe angemessene Modelle entwickelt, umgesetzt und überprüft werden, um junge Menschen zu befähigen in der digitalen Welt zurecht zu kommen, sozial verantwortlich und demokratisch-partizipativ. 

In unserem gemeinsamen Workshop am 19. Mai wurden mit der Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein und der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen drei Ansätze vorgestellt, für die Zielgruppen der jungen Menschen, zur Stärkung der Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung und zur Qualifizierung von Fachkräften.

Die AKJS Brandenburg führte in das Projekt der Eltern-Medien-Beratung ein. In einem intensiven Austausch mit den teilnehmenden Fachkräften wurden weitere Ansätze der Elternarbeit skizziert und besprochen, die Erreichbarkeit und die konkreten Bedarfe von Eltern thematisierst. Fazit aus der Diskussion ist, dass die Diversität der Eltern auch einer größeren Vielfalt an Angeboten bedarf, um die unterschiedlichen Elterntypen zu erreichen und der individuellen Informationsbeschaffung zu entsprechen.