Klaus Hinze, Geschäfsführer der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg vertritt das Land Brandenburg im 12er-Gremium der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM). Klaus Hinze hat im September 2019 die Nachfolge des bisherigen Beisitzers Günther Kruse angetreten. Im Januar 2020 nahm er erstmals an einer Sitzung teil.

In den Gremien der BPjM sind verschiedene Gruppen der pluralistischen Gesellschaft vertreten. Das 12er-Gremium setzt sich aus der/dem Vorsitzenden der BPjM, acht Gruppenbeisitzerinnen bzw. Gruppenbeisitzern aus den Feldern Kunst, Literatur, Anbietern von Bild- und Telemedien, Trägern der Freien und der Öffentlichen Jugendhilfe, der Lehrerschaft und der Religionsgemeinschaften sowie aus drei Länderbeisitzerinnen bzw. Länderbeisitzern zusammen.

Das 12er-Gremium tritt in wechselnder Besetzung einmal im Monat zusammen und entscheidet darüber, ob Träger- und Telemedien, die geeignet sind, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden, in eine Liste jugendgefährdender Medien aufzunehmen sind. (§ 18 Abs. 1 S. 1 Jugendschutzgesetz).

Im Jugendschutzgesetz werden bestimmte Fallgruppen jugendgefährdender Medien genannt, die von der BPjM zu indizieren sind. Dies sind unsittliche, verrohend wirkende, zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizende Medien sowie Medien, in denen Gewalthandlungen wie Mord- und Metzelszenen selbstzweckhaft und detailliert dargestellt werden oder Selbstjustiz als einzig bewährtes Mittel zur Durchsetzung der vermeintlichen Gerechtigkeit nahe gelegt wird.

Klaus Hinze ist außerdem als Jugendschutzsachverständiger und Vertreter der Obersten Landesjugendbehörde Brandenburg in den Gremien der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK), der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und als Prüfer bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) tätig.

Weitere Informationen zu den Gesetzen und den Aufgaben im gesetzlichen Jugendschutz hier


(c) Titel Gefährdungsatlas (Ausschnitt)

BPJM gibt Gefährdungsatlas heraus

Der Gefährdungsatlas ist erstes Ergebnis des bei der Bundesprüfstelle angesiedelten Strategieprozesses „Digitales Aufwachsen. Vom Kind aus denken. Zukunftssicher handeln.“ Auf der Grundlage der Mediennutzungsrealität von Kindern und Jugendlichen gibt er Orientierung über Medienphänomene, den mit ihnen verbundenen Gefährdungen sowie gegebenenfalls auch Entwicklungschancen für Kinder und Jugendliche und nimmt eine kinderrechtliche Einordnung der Herausforderungen an den Jugendmedienschutz vor. Erarbeitet wurde der Atlas vom JFF – Medienforschungsinstitut in München und vom Hans-Bredow- Institut in Hamburg. Download