Der Glücksspielstaatsvertrag ist verabschiedet. Zentraler Punkt ist die Marktliberalisierung – Online-Glücksspiel wird ab in Kraft treten in allen Bundesländern legal sein.

Vor dem Hintergrund der neuen Entwicklungen im deutschen Glücksspielrecht sind die Gestaltungsmöglichkeiten durch das Brandenburgische Umsetzungsgesetz von großer Bedeutung für den Schutz der brandenburgischen Jugendlichen vor den Risiken des Glücksspielens. Gerade in Zeiten der Kontaktbeschränkungen unter der Pandemie
verbringen Jugendliche mehr Zeit an ihren eigenen Bildschirmmedien (JIM Studie 2020).
Zudem ist laut der Jugend in Brandenburg 2020 Studie des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Potsdam (IFK) die Zufriedenheit der Jugendlichen in Brandenburg mit den Freizeitmöglichkeiten (49,7 % der Befragten äußern eine gesunkene Zufriedenheit) deutlich gesunken.
Die Unzufriedenheit an Freizeitmöglichkeiten mit dem Anstieg der Nutzungshäufigkeit digitaler Medien öffnet eine Lücke, die durch (Online-)Angebote geschlossen werden wird.
Mit einer Zunahme der Bildschirmzeit der Jugendlichen, der Marktöffnung und einer deutlichen Zunahme der Zugangsmöglichkeiten und Spielanreize für Online-Glücksspiele für Minderjährige, vor allem aber den unzureichenden Zugangsbeschränkungen zum Online-Glücksspiel, muss mit einem steigenden Kontakt von Jugendlichen zum (Online-)Glücksspiel gerechnet werden.

Die ganze Stellungnahme kann hier nachgelesen werden.