Vor zwei Tagen ist die begehrte App offziell in den deutschen Stores für Android und iOS erschienen. Was steckt hinter dem Pokémon-Hype? Der Spieleratgeber – NRW hat sich näher mit dem Phänomen befasst.

Sie heißen Pikachu, Glumanda, Knofensa oder Rattfratz und lösen bei vielen Erwachsenen über 35 Jahren wahlweise Kopfschütteln, Achselzucken oder eine Abwehrhaltung aus. Bei Jüngeren, die damit sozialisiert wurden, sind sie allerdings überaus beliebt und damit untrennbar mit positiven Kindheitserinnerungen verbunden. Gemeint sind die berühmt-berüchtigten Pokémon. Und sie haben es wieder einmal geschafft, einen Hype auszulösen.

Bei der neuen kostenlosen App Pokémon Go verschmelzen Realität und Spiel. Auf einer Entdeckungstour durch das reale Umfeld können Pokémon entdeckt, gesammelt, in Arenen trainiert und in Wettbewerben gegen andere Teams eingesetzt werden. Um sie zu fangen, muss der Spieler jetzt also tatsächlich das heimische Sofa verlassen, sich bewegen und kooperieren.

Doch im Zuge der Veröffentlichung wurde auch Kritik in Presseberichten mit reißerischen Überschriften laut. Diese reichen von „Räuber locken Opfer über Augmented-Reality-Spiel“ über „Android-Versionen mit Trojaner im Umlauf“ bis hin zu „Frau sucht „Pokémon Go“-Figur und entdeckt Leiche“. Besteht ein Grund, sich Sorgen zu machen? Der Spieleratgeber-NRW hat sich näher mit dem Phänomen befasst, ein Artikel ist jetzt auf Klicksafe.de erschienen.

Die Initiative handysektor hat ebenfalls einen Beitrag erstellt mit Antworten zu den den wichtigsten Fragen, einem  ausführlichen App-Test inklusive Einschätzung zum Datenschutz, Kostenfallen, Missbrauch und Sucht.

Netzpolitik.org hat sich mit der Datenschutzerklärung des Spiels befasst. Fazit: „Eltern unter 13-jähriger Spieler können laut der Erklärung zudem Zugriff auf die kompletten Daten ihrer Kinder erhalten, und Nutzer erklären sich einverstanden, dass ihre personenbezogenen Daten als Unternehmenswerte im Falle einer Übernahme oder eines Teilverkaufs von Niantic an die neuen Eigner übergehen. Wer auf den Pokémon-Zug aufspringen möchte, sollte sich die Datenschutzbestimmung lieber einmal in Ruhe durchlesen und dann nochmal überlegen.“