Mit der pandemiebedingten Schließung von Kindertagesstätten, Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen ist ein wesentlicher Teil der Ansprechpartner*innen für die jungen Menschen und damit auch der Meldeketten zum Kinderschutz ersatzlos weggebrochen, konnten familiäre Krisen und Kindeswohlgefährdungen mitunter erst später erkannt werden. In dieser Zeit hat sich gezeigt, wie wichtig funktionierende regionale Netzwerke und Meldeketten und eine hohe Sensibilität der Öffentlichkeit sind, um drohender Vernachlässigung, Misshandlung und Gewalt gegen Kinder und Jugendliche entgegen zu wirken. Die Kindeschutzkampagne #wirhoerendirzu! soll insbesondere die Arbeit der kommunalen Jugendämter zur Gewährleistung des Kinderschutzes unterstützen und das Wohl von Kindern und Jugendlichen noch besser schützen.

Die regionalen Jugendämter haben jeweils eigene Videoclips produziert, mit denen sie Kinder und Jugendliche direkt ansprechen und über ihre Hilfe- und Unterstützungsangebote vor Ort informieren. Die Landkreise und kreisfreien Städte werben mit einem eigenen Gesicht aus der Region, einer Botschafterin oder einem Botschafter für Engagement zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Mit der Durchführung der Kinderschutzkampagne #wirhoerendirzu! ist die Fachstelle Kinderschutz im Land Brandenburg betraut. Das Jugendministerium stellt dafür 8.500 Euro bereit. Kooperationspartner sind der Landespräventionsrat Brandenburg sowie die Start gGmbH mit dem Kinderschutzfond, die sich jeweils mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 5.000 Euro beteiligen. In Kooperation mit dem Landesjugendring Brandenburg e.V., der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V., dem Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung, dem Fachverband Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit Brandenburg e.V., dem Landessportbund Brandenburg e.V., der Brandenburgischen Sportjugend sowie dem Landespräventionsrat Brandenburg erfolgt eine weitere Verbreitung über Social Media Netzwerke wie Facebook, Instagram und YouTube.

Zusätzlich zur Social Media Kampagne stellt das Jugendministerium den kommunalen Jugendämtern 4.000 Euro für rund 2.000 Plakate, 500 Flyer und 2.000 Broschüren zur Verfügung. Die Printmedien sollen in öffentlichen Räumen, wie Beratungsstellen, Ämtern, Schulen auf den Kinderschutz aufmerksam zu machen.

Link zur Kampagne: https://www.wirhoerendirzu.info/

Fachstelle Kinderschutz https://www.fachstelle-kinderschutz.de/

Quelle: Pressemitteilung des MBJS

Bild: Screenshot Kampagnenwebsite